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Brexit

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Chancen und Herausforderungen des Brexit

Europäische Marktgegebenheiten befinden sich in einem Zeitalter der Veränderung. Unternehmen richten sich am Europäischen Markt neu aus. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die Entwicklungen rundum das britische Referendum zum Ausstieg aus der Europäischen Union (EU) vom 23. Juni 2016, der „Brexit“ (BRitains EXIT). Neue Herausforderungen und Chancen werden sich hieraus für britische, europäische und internationale Unternehmen ergeben.

Konsequenzen für die Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche

Bislang ist es noch weitestgehend unklar, inwiefern sich die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien (UK) in Zukunft entwickeln werden. Klar ist dennoch, dass sich die Handelsbeziehungen zu den Briten verändern werden und im Wesentlichen werden hierdurch zu aller erst Banken und Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche betroffen sein. Europäische Institutionen in London denken bereits über eine Verlagerung ihrer Aktivitäten nach Frankfurt nach, da es ihnen nach dem Austritt der Briten nicht erlaubt sein wird außerhalb der EU operativ tätig zu sein.

 

Konsequenzen für den Industriesektor

Auch Unternehmen anderer Branchen müssen eine Standortverlagerung, aufgrund potenzieller Tarif- und nichttarifärer Barrieren für den Handel mit Waren und Dienstleistungen, in Erwägung ziehen. Vor allem die Wertschöpfungsketten in den Branchen Luft- und Raumfahrt, Automotiv, Chemie und Pharma, um nur einige zu nennen, sind im erhöhten Maße von einer Vielzahl von EU-Mitgliedsstaaten abhängig. Diese Branchen importieren nicht nur viele Zwischenprodukte aus der EU, sondern exportieren auch einen großen Teil ihrer Produkte in die EU.

Neben Wertschöpfungsketten, die durch potenzielle Zölle bedroht sind, könnten nichttarifäre Handelsbarrieren auch zu steigenden Koordinationskosten führen. Darüber hinaus ist die Freizügigkeit der Arbeit, die mit ziemlicher Sicherheit eingeschränkt wird, bislang auch in der britischen Wirtschaft ein wachstumsfördernder Faktor - nicht nur im Hinblick auf hochqualifizierte Fachkräfte, sondern auch für geringer qualifizierte Arbeitskräfte. Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte kann eine eingeschränkte Freizügigkeit zwischen Großbritannien und der verbleibenden EU unter Umständen auch zu steigenden Löhnen führen, die Unternehmen aufzubringen haben. Dies wiederum wird zu steigenden Kosten führen und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Märkten negativ beeinflussen.

Viele internationale Unternehmen haben nicht nur wegen der englischen Sprache den britischen Markt traditionell als Tor zum EU-Binnenmarkt genutzt, sondern auch wegen des wirtschaftspolitischen Systems in Großbritannien – der freien Marktwirtschaft. Diese Unternehmen müssen nun jedoch gesamt oder teilweise ihre Geschäftsabläufe verlagern, um von den Chancen des Binnenmarktes und den unbestreitbaren Verkaufsmöglichkeiten profitieren zu können. Laut einer Umfrage von KPMG im September 2016 erwägt die Mehrheit der CEOs und Entscheidungsträger die Verlagerung ihres Hauptsitzes oder ausgewählter Geschäftseinheiten an Standorte außerhalb des Vereinigten Königreichs.

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Was wird sich ändern?

  • EU passporting rights 
  • Euro clearing
  • Extra capital requirements
  • Additional and costly regulatory environment UK vs EU
  • Free movement of goods, services, capital, and people threatened
  • Customs and other tariffs
  • Non-tariff trade barriers
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Welche Geschäftsbereiche werden betroffen sein?

  • Corporate und Investment Banking 
  • Listings, trading and lending
  • Deposit taking and payments
  • Regulatory and risk management
  • Delivery terms and conditions
  • Functions of financial and industrial corporations' headquarters
  • Sales, marketing, and distribution
  • Production and R & D activities