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© Jan-Christoph Hartung / TU Darmstadt
© Jan-Christoph Hartung / TU Darmstadt
03/12/2018

Hessen bietet neuen Studiengang im Zukunftsgebiet Medizintechnik an

Unternehmen in Hessen können sich auf exzellent ausgebildeten Nachwuchs in der Medizintechnik freuen.

Nachdem die Technische Universität Darmstadt und die Goethe-Universität Frankfurt über eineinhalb Jahre intensiv an dem gemeinsamen Kooperationsstudiengang Medizintechnik gearbeitet haben, wurden zum laufenden Wintersemester die ersten Studierenden begrüßt. 280 Erstsemester haben sich eingeschrieben – weitaus mehr als erwartet.

Durch den neuen Studiengang werden die Kompetenzen einer Universitätsmedizin und einer Technischen Universität vermittelt. Die zukünftigen Absolventen werden daher nicht nur über ingenieurwissenschaftliches Wissen verfügen, sondern auch die wichtigen naturwissenschaftlich-medizinischen Grundlagen kennen. Rechtzeitig für die ersten Bachelorabsolventen soll der Masterstudiengang Medizintechnik zum Wintersemester 2021/2022 eingeführt werden. Davon profitieren nicht nur die großen hessischen Unternehmen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen in Hessen können sich mit dem Nachwuchs bestens auf die stetig wachsende Nachfrage im Gebiet der Medizintechnik vorbereiten.

Professor Robert Sader, Studiendekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität, betont, dass die Zusammenarbeit der zwei Universitäten eine ganz neue Dimension für den Standort Hessen eröffnet, nicht nur für die Lehre: „Beide Universitäten gehören deutschlandweit in ihrem Bereich zu den Spitzenuniversitäten und durch die Kombination beider Kompetenzen entsteht ein deutlicher Mehrwert und ein Multiplikationseffekt, der auch die medizintechnische Forschung am Standort Hessen nachhaltig fördern wird.“ TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel ergänzt, dass die Universitäten die Region Rhein-Main in diesem Zukunftsgebiet deutlich nach vorne bringen. Hessen festigt somit seinen Platz als international attraktive Wissenschaftsregion, die sich schon heute den Fragen von Morgen stellt. Denn die Nachfrage nach biomedizinischen Technologien und hervorragend ausgebildeten Fachkräfte auf diesem Gebiet wird auch in Zukunft wachsen.

Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, betont: „Da sich die Darmstädter Ingenieurwissenschaften und die Frankfurter Medizin gut ergänzen, werden vielversprechende Forschungsprojekte möglich, die beide Unis alleine nicht stemmen könnten. Besonders erfreulich ist, dass auch die Lehre profitiert, denn angesichts der Zugangsbeschränkungen beim Studienfach Medizin waren hier besonders hohe Hürden zu überwinden. Aber auch diese haben wir – mit Unterstützung durch die Landesregierung – hinter uns gelassen.“



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