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© pixabay.com
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07/03/2017

Auslandsinvestitionen wachsen weiter – 163 Ansiedlungen

Hessen hat 2016 einen neuen Rekord ausländischer Firmenansiedlungen verbucht. "163 internationale Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr neu in Hessen angesiedelt oder bestehende Investitionen erweitert – so viele wie nie zuvor", gab Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden bekannt. Die Zahlen ermittelte die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) in Kooperation mit den regionalen und lokalen Wirtschaftsförderungen. "Die bereits hohe Zahl von 156 Ansiedlungen aus dem Jahr 2015 wurde nochmal übertroffen. Das zeigt die Attraktivität des Standorts Hessen."

Mit 44 Neuansiedlungen setzte sich erstmals China an die Spitze der Statistik und verdrängte die USA (34) auf Platz zwei, gefolgt von Großbritannien (20) sowie Japan und Indien mit je sieben Ansiedlungen. Weitere wichtige Herkunftsländer waren Frankreich, Korea und die Schweiz (je sechs). Die häufigsten Branchen waren im vergangenen Jahr die Informations- und Kommunikationstechnologie, der Dienstleistungssektor und die Finanzwirtschaft. Jede dritte Ansiedlung fungiert als Vertriebs-, Marketing- bzw. Verkaufsbüro. Der Rest verteilt sich auf Produktions- und Fabrikerweiterungen, Forschungs- und Entwicklungs-Investitionen, Verwaltungseinheiten sowie unterschiedliche Dienstleistungen.

Die HTAI arbeitet eng mit den regionalen Wirtschaftsförderern aus FrankfurtRheinMain, Mittelhessen und Nordhessen zusammen. Als gutes Beispiel nannte HTAI-Geschäftsführer Dr. Rainer Waldschmidt die Ansiedlung des chinesischen Kunstoffveredlers KINGFA SCI. & TECH. (Europe) GmbH in Wiesbaden, bei der HTAI mit Germany Trade & Invest, der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region (FRM GmbH) und dem Industrieparkbetreiber Infraserv kooperierte. "Die gute Verkehrsinfrastruktur, die zentrale Lage in Deutschland und Europa und die gelebte Internationalität sind entscheidende Argumente für den Wirtschaftsstandort Hessen."

Weitere Ansiedlungsprojekte aus 2016 (eine Auswahl):

- Velodyne LiDAR, ein führender Hersteller von Lasersystemen und Sensoren aus den USA, eröffnete in Rüsselsheim seine erste deutsche Niederlassung

- Der südkoreanische Weltkonzern LG Electronics verlagerte sein europäisches Headquarter von London nach Frankfurt und legte es mit der bisher im Raum Düsseldorf ansässigen deutschen Zentrale zusammen

- Der französische Rechenzentrumsbetreiber OVH kaufte ein Gebäude im mittelhessischen Limburg, um dort im Frühjahr ein Rechenzentrum zu eröffnen. „OVH kann das neue Datacenter in Mittelhessen ohne Probleme an das Glasfasernetz anbinden“, sagte Jens Ihle, Geschäftsführer der beteiligten Regionalmanagement Mittelhessen GmbH

- Indiens größter Industrieverband, die Confederation of Indian Industry (CII), eröffnete ihr Deutschlandbüro in Frankfurt. Die Ansiedlung hatte Wirtschaftsminister Al-Wazir 2015 bei einem Besuch in Indien angebahnt.

Al-Wazir rechnet mit einer Fortsetzung des positiven Trends in den kommenden Jahren. "Angesichts des angekündigten EU-Austritts Großbritanniens werben wir um Unternehmen aus Übersee, die bisher ihre Europa-Zentralen in England unterhalten." Dabei arbeitet das Land eng mit der Region FrankfurtRheinMain zusammen. "Gemeinsame Veranstaltungen, Road-Shows, Delegationen und Messebeteiligungen sind geplant, um international Hand in Hand für FrankfurtRheinMain und Hessen als idealen Standort innerhalb der EU zu werben", erläuterte FRM-Geschäftsführer Eric Menges.



 
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