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© Staatskanzlei
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02/02/2017

Europaministerin Puttrich besucht Ringspann GmbH in Bad Homburg

Konstruktive Verhandlungen einleiten

„Ich setze auf konstruktive Verhandlungen und sehe keinen Sinn darin, die Briten für ihren geplanten Austritt absichtlich zu bestrafen“, sagte Puttrich im Gespräch mit der Unternehmensleitung. Trotzdem werde der Warenverkehr und auch die Beschäftigung von deutschen Mitarbeitern in Großbritannien und von Briten in der EU sicher nicht einfacher. Großbritannien will die Grundfreiheiten der Europäischen Union, zu denen auch die Freizügigkeit gehört, nicht länger akzeptieren. „Wer kein Mitglied der EU mehr sein will, kann aber natürlich beim besten Willen nicht mehr alle Vorteile in Anspruch nehmen“, sagt Puttrich.

„Erfahren, was die Wirtschaft besonders bewegt“

Zweck der Begegnungsreihe ist der Austausch mit hessischen Unternehmen und Einrichtungen über den Brexit. „Wir wollten den Brexit nicht. Nun ist unser Ziel, dass Hessen so wenige Nachteile hat wie möglich und vielleicht an der einen oder anderen Stelle sogar profitieren wird“, sagt Puttrich. Deshalb berichtet sie über die Vorbereitungen der hessischen Landesregierung auf den Brexit und sammelt zugleich Informationen, welche Aspekte Unternehmen besonders interessieren. Großbritannien ist nach den USA und nahezu gleichrangig mit Frankreich Hessens zweitwichtigster Ausfuhrpartner. 8,1 Prozent der hessischen Exporte entfielen 2014 auf das Vereinigte Königreich.

Unabhängig des Ausganges des Brexit-Prozesses wird Ringspann weiterhin dem britischen Markt mit einer eigenen Tochtergesellschaft treu bleiben", sagte Geschäftsführer Fabian Maurer. Das Unternahmen fertigt hochpräzise Metallteile für den Maschinenbau, wie beispielsweise Antriebskomponenten und verkauft sie weltweit. Ringspann arbeitet als Zulieferer für unterschiedliche Branchen und liefert beispielsweise Bauteile für Förderbänder, Windkraftanlagen oder Motorräder. Große Kunden sind neben Siemens und Tetra Pak unter anderem Rolls Royce und BMW. Der Hauptsitz des Familienunternehmens ist Bad Homburg. Die Firma beschäftigt 450 Mitarbeiter in 13 internationalen Gesellschaften und unterhält Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern, unter anderem im britischen Bedford.



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