Neue BDI-Studie untersucht das Potenzial ausländischer Märkte für deutsche Industrieunternehmen
Die von der Prognos-AG durchgeführte Analyse will deutschen Investoren ausländische Zukunftsmärkte jenseits der BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China aufzeigen. Darüber hinaus untersucht sie auch die Herausforderungen sowohl für einzelne Länder als auch für verschiedene Branchen.
"Spätestens seit Ende der 1990er Jahre verschieben sich die wirtschaftlichen Gewichte, weg von den etablierten Volkswirtschaften und hin zu den aufstrebenden Märkten. Die deutsche Industrie ist nicht nur seit langer Zeit global gut positioniert, auch das Engagement in den BRIC-Ländern wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut", sagte Dr. Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.
Die Vernetzung mit dem Ausland findet der Studie zufolge in erster Linie über den Handel statt. Exportquoten von über 80 Prozent sind im industriellen Mittelstand keine Seltenheit. Rund die Hälfte der Direktinvestitionen geht in die Europäische Union, gefolgt von den USA mit 22 Prozent. Auf die BRIC-Staaten entfallen zusammengenommen sieben Prozent. Diese Gewichtung wird allerdings kaum Bestand haben, denn das Wachstum in Westeuropa wird auf absehbare Zeit begrenzt bleiben, während andere Märkte und Investitionsstandorte in den Fokus rücken.
Elf davon untersucht die vorliegende Studie: Chile, Kolumbien, Peru, Vietnam, Indonesien, Malaysia, Ägypten, Tunesien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Ukraine. Überdies wird die Region Ostafrika, bestehend aus den Mitgliedsländern der Ostafrikanischen Gemeinschaft (Kenia, Uganda, Tansania und Ruanda), beleuchtet. Es geht jedoch nicht darum, die ultimative Liste jener Länder vorzulegen, die China, Indien, Brasilien oder andere als Wachstumsmärkte ergänzen oder gar ablösen könnten. Vielmehr will die Studie auf interessante Märkte außerhalb der "üblichen Verdächtigen" aufmerksam machen. Sie stellt dar, wo nicht nur mit Potenzialen, sondern auch mit bedeutenden Herausforderungen zu rechnen ist.
Dabei stellt die Analyse vorrangig auf solche Industriebranchen ab, die zu einem hohen Maße die deutsche Exportwirtschaft bestimmen: Elektroindustrie, Maschinenbau, Fahrzeugbau, chemische Industrie und Metallverarbeitung. Aufgrund ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung und ihrer besonderen internationalen Verflechtung wurden darüber hinaus noch die Textil- und die Ernährungsindustrie besonders berücksichtigt.
Die vollständige Studie finden Sie in Kürze auf der Internetseite des BDI. http://www.bdi.eu/Statements_prognos-Studie.htm