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Aktuelles aus Hessen

20/06/2012 Südhessen – das „Silicon Valley Europas“

Die Region Rhein-Main-Neckar ist einer der Top-Standorte der Softwareindustrie in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Unternehmensnetzwerks „IT for work“, die auf der Fachmesse „IT & Media“ in Darmstadt vorgestellt wurde.

 Die Region sei das „Silicon Valley Europas“, so die Autoren der Studie. Rund 90 000 Menschen arbeiten in der Software-Branche im Raum Rhein-Main-Neckar – das sind rund 15 Prozent aller Beschäftigten der Branche in Deutschland.

Die meisten von ihnen sind der Studie zufolge bei kleinen und mittleren Unternehmen – bis zu zehn Mitarbeiter, unter einer Million Euro Jahresumsatz – tätig. Schwergewichte wie SAP und die Software AG sind die Ausnahme. Um jährlich mehr als drei Prozent ist die Zahl der Arbeitsplätze seit 2000 gestiegen. Auch der Umsatz der Software-Branche in der Region hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. In Südhessen waren es zuletzt 19,5 Milliarden Euro, davon elf Milliarden im Zuständigkeitsbereich der IHK Darmstadt.

Wie es in der Studie weiter heißt, werden 40 Prozent des weltweiten Umsatzes der führenden europäischen Software-Regionen von Unternehmen im Rhein-Main-Neckar-Raum erwirtschaftet. Die Region belegt damit in Europa Rang eins, vor Südostengland und dem Großraum Paris.

Dass es sich bei der Mehrheit der hiesigen IT-Unternehmen um kleine und mittelgroße Betriebe handelt, ist für Sascha Peter, Cluster-Manager bei „IT for work“, ein Beweis für den hohen Innovationsgrad der Branche. Die Kunden kämen vor allem aus den Bereichen Handel, Telekommunikation, Finanzen und Automobilbau.

Auch wenn Software und IT-Dienstleistungen schon heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind, wird deren Bedeutung weiter wachsen. Die Energiewende beispielsweise sei ohne sie nicht zu schaffen, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Vetterlein. Und Deutschland könne seine Stellung auf dem Weltmarkt nur mit intelligenten IT-Lösungen behaupten.

Die Studie weist Sascha Peters zufolge aber auch auf einige Probleme der Branche hin. So wünschen sich die Firmen Unterstützung bei der Fördermittelberatung und bei der Gewinnung von Fachkräften. Handlungsbedarf gebe es auch bei der Förderung von Kooperationen von Unternehmen sowie mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit von Unternehmen unterstrich auch Volker Scheidler, Geschäftsführer der Darmstädter SAC GmbH. Dafür sei der Software-Cluster Rhein-Main-Neckar als funktionierendes Netzwerk eine gute Basis.

http://www.hessen-cluster.de


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