Die Investitionen, die infolge der Konjunkturprogramme verteilt auf hessenweit über 5.000 Maßnahmen getätigt wurden, haben sich sowohl nachfrageseitig im Rahmen der Leistungserstellung als auch angebotsseitig im Zuge der Leistungsabgabe niedergeschlagen.
Die neue Studie der Hessen Agentur beschreibt Umfang und Struktur der konjunkturpolitischen Maßnahmen in Hessen. Fallstudien vermitteln ein Bild der leistungsabgabeseitigen Effekte der Infrastrukturmaßnahmen. Analysiert wird zudem die Entwicklung des hessischen Baugewerbes als Schlüsselsektor für den Erfolg der Programme. Eine Multiplikatoranalyse dient dazu, die Effekte der zusätzlichen Nachfrage durch die Konjunkturprogramme auf Einkommen und Beschäftigung abzuschätzen.
Die Fallstudien belegen, dass die Investitionen im Rahmen der Konjunkturprogramme zur Verbesserung der Infrastrukturausstattung in den Kommunen beigetragen und sich auf vielfältige Weise positiv ausgewirkt haben. So wurden Verbesserungen bezüglich der örtlichen Versorgung, beispielsweise im Hinblick auf die Kinderbetreuung oder die Unterrichtssituation an den Schulen, ebenso wie Verbesserungen der energetischen Effizienz des Gebäudebestands erreicht. Die Datenanalyse zur Entwicklung des Baugewerbes sowie die Expertengespräche mit Branchenvertretern aus der Bauwirtschaft lassen darauf schließen, dass die Mittel aus den Konjunkturprogrammen die infolge der Wirtschaftskrise befürchtete negative Entwicklung der Bauinvestitionen kompensieren und zu einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung beitragen konnten. Das Referenzszenario der Multiplikatoranalyse schätzt den Gesamteinkommenseffekt auf rund 3,8 Milliarden Euro und eine durchschnittliche jährliche Beschäftigungssicherung von knapp 20.000 Arbeitsplätzen im hessischen Baugewerbe.
Die Studie wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung erstellt.