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Infokorb

 
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Elektroindustrie

Hessen - spannende Tradition

 Hessen - Elektroindustrie - Rasierer - Forscher - Kamera - Röntgen

Unter den Industriebranchen in Hessen profiliert sich die Elektroindustrie im Bereich Direktbeschäftigung als zweitgrößter Arbeitgeber des Landes: Rund 50.000 Personen waren 2009 in der Branche tätig, was einem Anteil von 12,9 % aller Beschäftigten des hessischen verarbeitenden Gewerbes entspricht. Rund 46 % des von ihnen erwirtschafteten Gesamtumsatzes von 8,4 Milliarden Euro wird durch Exporte erzielt; wichtigstes Abnehmerland ist derzeit das Vereinigte Königreich.

Elektrotechnische Qualitätsprodukte „Made in Hessen“ haben eine lange Tradition. Besonders im Segment optische und fotografische Geräte zählt das Land seit gut einem Jahrhundert zu den Top-Anbietern von Erzeugnissen auf höchstem Niveau. Den größten Absatz erzielt die Branche mit Präzisionsinstrumenten aus den Bereichen Mess-, Kontroll-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik und der Herstellung von Uhren, sowie den Produkten aus der Sparte Medizintechnik.

Über 300 elektrotechnische Betriebe in Hessen sind schwerpunktmäßig am Standort Frankfurt und im Lahn-Dill-Kreis tätig. Zu ihnen zählen unter anderem so bekannte Global Players wie B.Braun Melsungen, Braun, der Continental Konzern, Honeywell, Jumo, Motorola, Rittal, Samson, Siemens, Sirona, Schunk und Tyco Electronics.

 

Forschung und Entwicklung

Um im internationalen Wettbewerb ihre Spitzenposition halten zu können, steht bei der hessischen Elektroindustrie der Bereich Produkt- und Prozessinnovationen im Fokus ihrer Tätigkeit. Im Jahr 2007 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf zirka 505 Millionen Euro. Damit ist die Elektroindustrie - allerdings mit erheblichem Abstand - nach der Chemischen Industrie und dem Fahrzeugbau die Branche mit den dritthöchsten F&E-Investitionen in Hessen.

Ihr ausgesprochen hohes Innovationspotenzial verdankt die Branche nicht zuletzt den vielen hochkarätigen Institutionen, Universitäten und Fachhochschulen des Landes. Insbesondere die „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ ist ein international hoch angesehenes Zentrum der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschung. An der Technischen Universität Darmstadt, den drei Fraunhofer-Instituten und anderen bekannten Forschungseinrichtungen in der Stadt werden – oftmals in Kooperation mit hessischen Unternehmen – innovative Produkte und Verfahren entwickelt und angewandt.

So betreibt z.B. die Merck KGaA zusammen mit der TU Darmstadt ein Forschungslabor für neuartige anorganische Verbundmaterialien. Die Ergebnisse werden beispielsweise als druckbare Bauteile für Funk-Chips in der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) eingesetzt und bis zur Serienfertigungsreife entwickelt. Im Darmstädter Entwicklungszentrum der T-Systems arbeiten rund 1.000 Personen an der Konzeption moderner Informationssysteme. Auch Motorola hat einen Teil der Forschungsaktivitäten des Unternehmens in Hessen angesiedelt und betreibt in Taunusstein das Entwicklungszentrum für die analoge Funktechnik und das Motorola Advanced Technology Center (MATC-Europe).


Arbeitsmarkt

Innovation braucht viele Menschen, die mit fundiertem Wissen und guten Ideen neue Produkte und Verfahren entwickeln. In seinen Universitäten und Fachhochschulen schafft das Land Hessen die Basis erfolgsorientiertes Forschen und Produzieren. Im Wintersemester 2009/2010 waren mehr als 7.000 Studierende der Elektrotechnik an hessischen Einrichtungen immatrikuliert.

In Darmstadt kann die Elektrotechnik auf eine besonders lange Tradition zurückblicken – vor 125 Jahren gründete die Technische Universität Darmstadt weltweit den ersten Lehrstuhl, die erste Fakultät und den ersten Studiengang für Elektrotechnik. Heute gilt die TU als herausragende Ausbildungs- und Forschungsstätte der Branche, die bei Hochschulrankings regelmäßig einen Spitzenplatz einnimmt. Ergänzend zur Berufsvorbereitung im Hochschulbereich bildet die hessische Elektroindustrie selbst jährlich rund 2.600 Auszubildende im dualen System aus. 

 

Branchenumfeld

Zu den größten Arbeitgebern der Branche am Standort Frankfurt/Rhein-Main zählt die Siemens AG, die von hier aus ihren Vertrieb für Produkte aus den Bereichen Information, Kommunikation, Automation und Kontrolle steuert. Auch die Samson AG, die auf Mess- und Regeltechnik spezialisiert ist, die Nord-Micro AG, wo vor allem Produkte für die Luftfahrtindustrie gefertigt werden, und die Diehl Aerospace GmbH, Spezialist für Avionik- und Kabinensysteme, haben sich in der Mainmetropole niedergelassen.

Am zweiten zentralen Standort der Branche im Lahn-Dill-Kreis hat sich eine ganze Reihe von Spezialunternehmen angesiedelt, die eine breite Palette von Produkten anbieten. Zu ihnen gehören unter anderem die auf Gehäusesysteme spezialisierte Rittal, Buderus, die als einer der führenden Anbieter von Heizsystemen und Wärmepumpen Kunden auf der ganzen Welt beliefern. Der Continental Konzern unterhält dort ein Forschungs- und Entwicklungszentrum und  gehört ebenfalls zu den Standorten der Philips GmbH. Innerhalb des Lahn-Dill-Kreises hat sich die Region Wetzlar auf den Bereich der Feinmechanik und Optik spezialisiert. Namhafte Unternehmen aber auch kleine und innovative Start-Ups sind hier in dem Bereich tätig. Zu den bedeutenden Unternehmen
hier zählt u.a. die Carl Zeiss Gruppe sowie Satisloh GmbH und die Leica Microsystems GmbH. Auch die Leica Camera AG, die im benachbarten Solms ihren Unternehmenssitz hat, soll bis 2013 nach Wetzlar in das neu entstehende Zentrum der optischen Industrie – „Leitz-Park“ – umziehen.

In Nordhessen sind insbesondere drei Unternehmen der Elektrotechnik hervorzuheben, die zu den 20 größten Arbeitgebern der Region zählen: Erstens die B.Braun Melsungen AG, die ihren Tätigkeitsschwerpunkt in der Medizintechnik hat, zweitens der Solaranlagenspezialist SMA Solar Technology AG, der dort 4.500 seiner weltweit 5.500 Mitarbeiter beschäftigt und drittens ist in Fulda die Jumo GmbH & Co.KG ansässig, ein weltweit tätiges Unternehmen der Mess- und Regeltechnik.

 

Netzwerke/Cluster

Als kompetente Partner zur Entwicklung neuer Technologien im Bereich Elektrotechnik hat sich in Hessen eine ganze Reihe von Kompetenznetzwerken etabliert, zu deren Mitgliedern sowohl Unternehmen als auch Forschungseinrichtungen gehören. Als landesweite Kommunikationsplattform fördern sie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Anbahnung gemeinsamer Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

Im Bereich Optik unterstützt das Kompetenznetzwerk optische Technologien Hessen / Rheinland-Pfalz – Optence e.V. die angeschlossenen Firmen und Institutionen bei Aufgabenstellungen wie Auftragsentwicklung, Machbarkeitsstudien  oder Systemintegration. Das Kompetenznetzwerk Mikrosystemtechnik – mst-Netzwerk Rhein-Main e.V. sieht seine Hauptaufgabe in den Bereichen Kompetenzförderung und Erschließung von Marktpotenzialen. Das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien – deENet e.V. schließlich führt in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung anwendungsbezogene öffentlich geförderte Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich dezentrale Energietechnologien und Energieeffizienz durch.  Auch der neu gegründete Cluster Engineering-High-Tech-Cluster (EHC) Fulda sollte an dieser Stelle nicht fehlen.

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Downloads

Branchenprofil Elektroindustrie in Hessen
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Links

MST-Netzwerk Rhein-Main 

Komptenznetzwerk Mikrosystemtechnik

www.mst-rhein-main.de


Optence

Kompetenznetz für Optische Technologien
in Hessen/Rheinland-Pfalz.

www.optence.de


deENet e.V.

Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien

http://www.deenet.org/

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